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Wilhelm Meisters Lehrjahre 4

Wilhelm Meisters Lehrjahre 4
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Zwanzigstes Kapitel
 
 

Erstes Kapitel 

Als die andern über diesen Irrtum und über die sonderbaren Meinungen des Grafen spotteten, ging der Harfner mit Wilhelm beiseite, nahm von ihm Abschied und bat mit Tränen, ihn ja sogleich zu entlassen. Wilhelm redete ihm zu und versicherte, daß er ihn gegen jedermann schützen werde, daß ihm niemand ein Haar krümmen, viel weniger ohne seinen Willen abschneiden solle.
 
Der Alte war sehr bewegt, und in seinen Augen glühte ein sonderbares Feuer. "Nicht dieser Anlaß treibt mich hinweg", rief er aus; "schon lange mache ich mir stille Vorwürfe, daß ich um Sie bleibe. Ich sollte nirgends verweilen, denn das Unglück ereilt mich und beschädigt die, die sich zu mir gesellen. Fürchten Sie alles, wenn Sie mich nicht entlassen, aber fragen Sie mich nicht, ich gehöre nicht mir zu, ich kann nicht bleiben." "Wem gehörst du an? Wer kann eine solche Gewalt über dich ausüben?"
 
"Mein Herr, lassen Sie mir mein schaudervolles Geheimnis, und geben Sie mich los! Die Rache, die mich verfolgt, ist nicht des irdischen Richters; ich gehöre einem unerbittlichen Schicksale; ich kann nicht bleiben, und ich darf nicht!"
 
"In diesem Zustande, in dem ich dich sehe, werde ich dich gewiß nicht lassen." "Es ist Hochverrat an Ihnen, mein Wohltäter, wenn ich zaudre. Ich bin sicher bei Ihnen, aber Sie sind in Gefahr.
 
 
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